Über Marianne Siemerink-Spanjer

marianne siemerink spanjer webMein Name ist Marianne Siemerink-Spanjer. Während der Jahre habe ich immer nach dem Sinn des Lebens gesucht und wie man mit sich selbst umgeht. Eine Suche, genährt von einem andauernden Gefühl des Unfriedens mit dem Leben, Ohnmacht, nicht verarbeiteten und wiedererkannten Emotionen, Zorn. Ich suchte Anschluss bei verschiedenen Strömungen. Immer wieder stieβ ich gegen eine Wand aus Vorschriften, Anforderungen, Verhaltensregeln etc., so empfand ich es jedenfalls. Das brachte keine Öffnung, sondern mehr von demselben wie ich in meiner strengen römisch-katholischen Erziehung erhalten hatte. Kein Raum für meine freie Entwicklung. Das war immer die Triebfeder gewesen. Es muss von mir sein. Es muss sich tief in meinem Wesen vertraut anfühlen. Da befindet sich meine Verbindung mit dem Kosmos.

Von vielen Geistesströmungen habe ich mich eine Zeit lang lenken lassen, habe viel untersucht. Immer noch nehme ich nichts einfach kritiklos hin. Miguel Ruiz sagt von seiner Weltanschauung der Tolteken aus: Glaube nicht, was ich sage. Glaube auch niemand anderem. Und glaube auch dir selbst nicht. Gehe auf Erkundung aus. In der Bibel steht: Prüft aber alles, das Gute behaltet.

Für Informationen über Retreats siehe: www.simsara.nl. Ab dem Frühjahr 2011 gebe ich Mindfulness-Trainings im Zentrum für Selbstentfaltung „Centrum Goud in Eibergen“, www.centrumgoud.nl, und in Noord-Deurningen im Kulturhus de Mare. Auβer meiner Tätigkeit als Mindfulness-Trainerin arbeite ich drei Tage pro Woche in der niederländischen Psychischen Gesundheitsfürsorge (GGZ) als psychiatrische Krankenschwester.

Ausbildung

2007 kam ich mit dem MBSR und MBCT in Kontakt. Was mich bei dem Mindfulness-Training sofort ansprach, ist, dass alles sein darf. Nichts muss weg. Ich muss nicht an der Veränderung arbeiten. Ich brauche mich nicht abzurackern. Ich brauche keine strenge Disziplin einzuhalten. Ich bin gut, so wie ich bin. Die Übung ist immer richtig und einfach. Das heiβt nicht, dass einem alles einfach so zufliegt. Achtsamkeit entwickeln, heiβt regelmäβig konsequent üben. Klavier spielen lernt man nicht, indem man jeden Tag Klavierunterricht nimmt. Man muss üben, jeden Tag wieder. So ist es auch mit Mindfulness, aber ich darf sein, wie ich bin. Ich kann immer mit einer sanften, freundlichen Achtsamkeit bei allen Erfahrungen anwesend sein, also auch in meinen Augenblicken der unbehaglichen, kritischen, nörgelnden, schikanierenden, bitteren, kummervollen, verärgerten, unruhigen Gefühle und Verhaltensweisen. Alles mit einer sanften freundlichen Achtsamkeit bestehen lassen.

Achtwöchiges MBSR-Mindfulness-Training

Mein erstes achtwöchiges MBSR-Mindfulness-Training besuchte ich im Frühjahr 2008 bei Chris Grijns in Amersfoort. Intensive Wochen, in denen das Finden von Übungszeit eine beträchtliche Herausforderung darstellte. Es gelang, und ich wurde nur stärker bestätigt, dass diese einfachen Übungen mehr Lebensfreude in meinem Bestehen bewirken. Im Herbst 2008 absolvierte ich bei Lentis in Groningen eine Mindfulness-Ausbildung für GGZ-Mitarbeiter. Zugleich die erste Retreat-Erfahrung in jenem Jahr. Ab 2008 achte ich darauf, dass ich jedes Jahr zweimal Zeit für eine Woche Vipassana-Retreats reserviere. Jedes Mal ist eine Retreat-Woche eine Prüfung. Eine ganze Woche in Stille. Nur gehen, sitzen, essen und schlafen. Ganz basal mit dem sein, was gegenwärtig ist. Immer neu, immer überraschend, immer mit dem leben, was der Augenblick zu bieten hat. Jotika Hermsen, Joost van den Heuvel-Rijnders und Frits Koster sind die Meditationslehrer, die mich in diesen Wochen immer mit ihrer liebevollen Freundlichkeit begleiten und wo notwendig, den Weg weisen. Mein Respekt vor ihrer Arbeit ist groβ.

Mindfulness-Trainerin MBCT für GGZ-Mitarbeiter

2009 absolvierte ich eine Ausbildung zur Mindfulness-Trainerin MBCT für GGZ-Mitarbeiter bei Meindert Gijzen. Jede Ausbildung erwies sich immer als eine wertvolle Ergänzung meines eigenen Prozesses.

Mindfulness-Trainer bei IVM

Im Frühjahr 2010 durfte ich, nachdem ich genügend Erfahrung gesammelt hatte, mit der Ausbildung zur Mindfulness-Trainerin bei IVM beginnen. Drs. Johan Tinge führt dieses Institut mit groβer Tatkraft und Sorgfalt. In der Ausbildung werden verschiedene Mindfulness-Lehrer aus dem In- und Ausland eingesetzt. Eine Ausbildung zum MBSR/MBCT-Trainer. Eine äuβerst ausgefeilte Verfahrensweise.

Mitgefühltraining

In 2012 heb ik na een week compassieretraite voor Mindfulnesstrainers dankbaar gebruik gemaakt van de gelegenheid om als stagiaire mee te lopen in een achtweekse compassietraining binnen de GGZ Groningen. Een groep begeleid door drs Erik van de Brink, psychiater en mindfulnesstrainer.

Compassion Focused Training

Im Herbst 2013 absolviere ich ein dreitägiges Training von Dr. Mary Welford, Compassion Focused Training. Dr. Welford ist Consultant Clinical Psychologist in Greater Manchester (England) und arbeitet bereits seit vielen Jahren mit Professor Paul Gilbert zusammen. Sie ist Mitbegründerin der Compassionate Mind Foundation.

Herzmeditation

Im Januar 2014 folgt ein zweitägiges Training Herzmeditation von dem belgischen Mindfulness-Trainer Dr. David Dewulf. Er ist Verfasser des Buches: Jezelf accepteren met mindfulness en compassie (Selbstakzeptanz mit Achtsamkeit und Mitgefühl).

MBCT-Training

Im Frühjahr 2013 durfte ich für eine Gruppe von GGZ Lentis Groningen ein achtwöchiges MBCT-Training als Co-Trainerin zusammen mit Erik van de Brink begleiten.

Nonverbale Psychotherapien

MZurzeit durchlaufe ich in Deutschland eine dreijährige Ausbildung für nonverbale Psychotherapien. Arbeiten mit dem Körper, Klang und Rhythmus. Siehe www.wolfgangstrobel.de. Und überall spiegelt sich das Grundprinzip von Mindfulness wieder: mit voller Achtsamkeit im Hier und Jetzt anwesend sein.

Institut für Achtsamkeit

Ich hoffe, dass ich im Frühjahr 2014 an dem Institut für Achtsamkeit und Stressbewältigung an der Ausbildung Achtsamkeit und Akzeptanz in der Psychotherapie teilnehmen kann.

Stille-Retreats

Ab 2008 besuche ich jährlich zweimal pro Woche eine Retreat-Sitzung in den Niederlanden. In diesen Stille-Retreats lebt man mit dem, was gegenwärtig ist. Man plant nichts. Man beschäftigt sich gedanklich mit dem, was zutage tritt. Alles in Stille. Ohne Ziel erfahren, was gegenwärtig ist. Und sich bewusst werden, was in der Stille geschieht. Was sind deine Reaktionsmuster. Ungeduld, Ärgernis, Hetze, Ermüdung, Faulheit, Dankbarkeit, Freude. Alles tritt ein. Auf welche Weise schwingt sich dieser Geist wie ein Affe von Baum zu Baum. Immer wieder eine besondere Erfahrung. Nicht vorhersehbar, was hochkommt. Um schlieβlich die Früchte ernten zu dürfen, nämlich Erkenntnis und letztendlich mehr Lebensfreude.

Marianne privat

Es macht mich dankbar, dass ich an einem entscheidenden Augenblick in meinem Leben den Weg zu dem Mindfulness-Training gefunden habe. Ich kann jetzt mich in den Spuren, die meine unruhigen Jahre auf den Wegen hinterlassen haben, gleichmütiger als früher bewegen. Das Praktizieren von Mindfulness hat meine Reaktionsmuster verändert. Es bestehen nicht mehr die Ohnmacht, Unfriede und Unruhe wie davor. Durch viel Üben ist mehr Ruhe, Zeit, Raum, Körperbewusstsein, ein Gefühl von Frieden und Dankbarkeit entstanden. Der immer anwesende weltliche Stress bringt mich nicht mehr so aus dem Gleichgewicht. Was wichtig ist, setzt sich mit den Übungen fort, jeden Tag, jeden Augenblick aufs Neue. Da liegt der Schlüssel zum Erfolg.

Und dann, last but not least, bin ich Ehefrau und stolze Mutter von drei erwachsenen selbstbewussten Töchtern und natürlich Schwiegermutter (was mir ganz gut gelingt). Ich wohne mit meinem Mann in Nordhorn im Auβenbezirk. Unsere drei Töchter sind ausgeflogen. Wir füllen unsere Tage mit der Fürsorge für uns selbst, für einander, für unsere Arbeit und dem Finden der Balance in dieser Lebensphase. Immer mehr werden wir uns davon bewusst, dass eine freundliche Aufmerksamkeit gegenüber uns selbst zu mehr Lebensfreude führt. Stress macht sich leicht breit, aber durch das Trainieren und Ausfeilen der Aufmerksamkeit bemerken wir das leichter, und sind wir jetzt im Stande, unsere Reaktionsmuster früher und ehrlicher zu sehen. Und von dort ergibt sich von selbst die Veränderung, und ist der sinnlose Kampf, der oft aus dem Stress und der Unwissenheit hervorging, kein Thema mehr. Mindfulness trainieren, Achtsamkeit trainieren, ist eine gute Angewohnheit geworden.

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